GeCo

GesundheitsCockpit (GeCo)

Die Idee des GesundheitsCockpits (GeCo) ist einfach: Jede Krankenkasse hat bei der digitalen Ansprache ihrer Versicherten individuelle Anforderungen. Viele verfügen auch bereits über bestehende Apps. Gleichzeitig müssen und wollen wir in der BITMARCK-Gemeinschaft Synergien nutzen und vernetzte Lösungen anbieten. Es muss sichergestellt werden, dass die verschiedenen Tools der jeweiligen Krankenkasse miteinander kommunizieren können.

Genau hier setzen wir an: Mit dem GeCo wollen wir zukünftig allen Krankenkassen der BITMARCK-Gemeinschaft eine Lösung zur Verfügung stellen, mit deren Hilfe sie ihren Versicherten integrierte und vernetzte Lösungen rund um die elektronische Patientenakte (ePA) und die Telematikinfrastruktur anbieten können – ohne bestehende Angebote verwerfen zu müssen.

Kurzbeschreibung

  • Das GeCo ist keine App, sondern eine mobile Integrationsplattform.
  • Krankenkassen der BITMARCK-Gemeinschaft können über das GeCo ihre bestehenden Krankenkassen-Apps mit neuen Funktionalitäten befüllen.
  • Die verschiedenen Anwendungen sind so gebaut, dass sie miteinander kommunizieren können. Daten müssen nur einmal eingegeben werden.

Vorteile

Das GeCo wird dabei wie eine Plattform funktionieren, über die BITMARCK digitale Lösungen – sogenannte GeCo-Module – zur Verfügung stellt. Krankenkassen können ausgewählte Module in ihrer Service-App den Versicherten anbieten. Welche Funktionalitäten aus dem GeCo die jeweilige Krankenkasse ihren Kunden anbieten möchte, entscheidet allein sie. Das kann beispielsweise eine Anwendung zum Medikationsmanagement oder ein Präventionstool sein.

Hat sich eine Krankenkasse entschieden, welches Modul sie ihren Kunden anbieten möchte, kann sie die für sie passenden GeCo-Anwendungen auswählen und in ihre Krankenkassen-App integrieren (lassen). Das kann die bitGo_App 2.0 sein oder eine andere App. Bestehende Lösungen müssen also nicht verworfen werden, sondern können vielmehr durch die GeCo-Module erweitert werden.

Ein digitales Ökosystem rund um die elektronische Patientenakte

Eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang spielt die ePA. Sie ist der zentrale Baustein der voranschreitenden Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens. Das GeCo erlaubt es, künftig ein digitales und vernetztes Ökosystem rund um die ePA aufzubauen, in dem die Module mit der ePA kommunizieren. Dabei entstehen zusätzliche Mehrwerte für die Versicherten, welche die Nutzung der ePA deutlich attraktiver macht. Die Kommunikation mit der ePA wird nur nach Freigabe durch die Versicherten erfolgen, die weiterhin die Datenhoheit besitzen.

Neben der ePA gibt es aber auch noch eine Reihe weiterer Anwendungen in der Telematikinfrastruktur (TI), die in den nächsten Monaten und Jahren zur Verfügung stehen werden. Beispiele sind das elektronische Rezept (E-Rezept) oder die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU). Auch diese TI-Anwendungen werden in Zukunft mit dem GeCo interagieren. Das wird beispielsweise dazu führen, dass Informationen aus dem E-Rezept mit dem Medikations-Check ausgetauscht werden können oder dass Daten aus der eAU helfen, die besten Angebote aus dem Präventionsmodul zur Verfügung zu stellen. Technologien zum Datenaustausch wie KIM werden die Grundlage für diese Mehrwertfunktionen bieten.

Dies erfüllt zudem die Erwartungen der Versicherten, die Lösungen nicht danach differenzieren, ob es sich um TI-Anwendungen, Gesundheits-Apps und kassenindividuelle Leistungen handelt – sie wünschen sich einheitliche Lösungen aus einer Hand.

GeCo 1.0

  • GeCo-Grundmodul
    • Ablegen der Gesundheitsdaten des Versicherten, beispielsweise von
      Allergien und Erkrankungen
    • Modulübergreifender Zugriff der Daten– ohne erneute Eingabe – auch
      in anderen Fachkontexten des GeCo
  • Medikationsinformation
    • Erfassen von Medikamenten (manuell oder per Suche)
    • Übersicht der erfassten/ importierten Medikamenten
    • Import von Medikationsplänen
    • Wechselwirkungscheck zwischen Medikamenten
    • Informationen zu einzelnen Medikamenten
  • ePA-Kommunikation
    • Kommunikation zwischen GeCo und der ePA im Rahmen des Moduls
      „Medikationsinformation“ möglich
    • Medikationspläne können aus der ePA exportiert werden, um sie in der
      Krankenkassen-App mit dem GeCo-Medikationsmodul auszuwerten

GeCo 2.0

  • Medikationsinformationen (Erweiterungen)
    • Einrichtung von verschiedenen Medikationsplänen (Import aus der ePA oder eigene Medikationspläne)
    • Erinnerungsfunktionen für den Versicherten (Medikamenteneinnahme, Nachbestellungen)
  • Vorsorgekalender
    •  Personalisierter Vorsorgeplan, auf Basis von Alter, Geschlecht und besonderer Merkmale
      (z. B. Schwangerschaft)
    • Informationen zum Hintergrund und Inhalt der gesetzlich vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen
    • Terminerinnerungen und Hinweise auf anstehende Vorsorgeuntersuchungen
    • Individuelle Anpassungsmöglichkeiten des Vorsorgeplans durch den Versicherten
  • Impferinnerungen
    • Manuelle Anlage von erfolgten Impfungen
    • Ermittlung eines Impfstatus auf Basis der Eigeneingaben des Versicherten unter Berücksichtigung
      von Alter, Geschlecht und Wohnort für Empfehlungen der StiKo
    • Anbindung eines Medizinproduktes zur Berechnung einer qualitätsgesicherten Empfehlung

 

Die Plattform des GesundheitsCockpits (GeCo) wird fortlaufend in Abstimmung mit den Krankenkassen des GeCo-Supportteams weiterentwickelt und regelmäßig um neue Funktionalitäten erweitert.

Weitere Informationen zum GeCo gibt es in unserem Kundenportal meinBITMARCK.